Podium Portät 84. Ausgewählte Gedichte. PODIUM, Wien 2015

mit einem Vorwort von Barbara Neuwirth, 64 Seiten

ISBN 978-3-902886-22-4

„himmelhalb" Gedichte, Verlagshaus Hernals, Wien 2015

170 Seiten, mit Fotografien von Johannes Ebner

ISBN 978-3-902975-22-5

 

Rezensionen:

 

Monika Vasik belebt das Naturgedicht mit eindrücklichsten Silbenpinselstrichen:

... hat nun einen Band mit insgesamt 75 Naturgedichten zusammengestellt, die ... sehr souverän und selbstverständlich, nüchtern und diesseitig, „abseits jeder romantik“, eine Betrachtung der Natur, wie sie überall vorhanden ist, unternehmen.

... Aus dieser Selbstverständlichkeit rührt eine stille Kraft her, eine intensive Annäherung, ein lebhaftes und überaus lebendiges Bannen eines Moments, zur Wieder- und Wiederbetrachtung auf die Buchseite geworfen, schlicht und zugleich sehr kunstvoll, so wie Miniaturen oft mehr Kraft ausstrahlen als wandfüllende Panoramen.

Die Gedichte sind offen, unabgeschlossen, Skizzen, die eher die Möglichkeit der Reflexion als deren tatsächliche Ausführung zeigen; aber keinesfalls unfertig, denn als ästhetische Gebilde sind sie allemal in sich stimmig. Monika Vasik besitzt ein ungemein gutes Gespür für Leichtigkeit, die Balance nämlich zwischen verständlicher Aussage und sprachlich komplexer Einkleidung.

Selbstkritik und sprachliche Kontrolle verzahnen sich aufs Effektiveste. Beim Durchblättern springen allerhand originelle Formulierungen ins Auge ..., aber niemals in einer Weise aufdringlich, dass der Eindruck eines gezwungen auf modisch-modern getrimmten Stils entstünde. Dasselbe trifft auf die dezent eingestreuten Wortspiele und auf die nicht ganz gewöhnliche Verwendung von Verben zu.

Mit „himmelhalb“ liegt eine sehr ansprechende und gelungene Sammlung vor, die es in den besten Zeilen mit A.R.Ammons’ Kurzgedichten aufnehmen könnte, ein echter Triumph der modernen Naturlyrik und ein Plädoyer für die Fähigkeit des Gedichts, Schönheit zu dokumentieren.

 

Jürgen Brôcan, www.fixpoetry.com/feuilleton/kritiken/monika-vasik/himmelhalb

 

 

bisweilen windgezwirbelt, libellenleicht flatternd im zwielicht:

... Die Dichtung von Monika Vasik beginnt in einem Moment der Stille. Ein Gedicht braucht kein Ereignis als Vorwand, um sich rechtfertigen zu können. Das Gedicht, das auf sich und seine Sprache vertraut, verdichtet ereignislosen Himmel ebenso, wie Windstille.

Und generell geht es Monika Vasik in ihren Gedichten darum, Augenblicke einzufangen ... Das Gedicht also als Möglichkeit, einen Moment mit Worten nicht nur wiederzugeben, sondern ihn wie in Zeitlupe ganz langsam abzuspulen, um keine Facette zu übersehen.

Die Gedichte von Monika Vasik sind sehr genau gearbeitet und vermitteln dabei zugleich Leichtigkeit, wirken wie „in die Luft geschrieben“. Die einzelnen Zeilen sind ganz eng ineinander verzahnt, die Zeilenumbrüche sehr bewusst gesetzt, sodass es häufig zu schönen Kippmomenten kommt. Alle Gedichte verwenden durchgehende Kleinschreibung und verzichten völlig auf Interpunktion. Eine Entscheidung, die den Gedichten viel Freiheit und Offenheit bringt.

 

Astrid Nischkauer, www.triedere.com/?page=rezvasik

 

 

Vasiks ... Verse sind gekonnt ausgewogene Kompositionen, die einer ausgereiften Poetik folgen. Sie beziehen ihre Energie aus einem Spannungsverhältnis zwischen eingängigen lyrischen Bildern und deren konsequenter Aufrauung und Brechung. Auf sprachlicher Ebene wird diese Spannung dadurch aufgebaut, dass zwar ein altbekannter Wortschatz genutzt, dieser aber gleichzeitig mit unerwarteten anderen Sprachregistern bis hin zu Wortneuschöpfungen und paragrammatischen Neuschreibungen bekannter Formulierungen konterkariert wird. Daraus ergibt sich ein reizvolles Zusammenspiel zwischen den Herschreibungslinien eines im besten Sinn traditionellen Lyrikbegriffs und den Diskursen einer zeitgenössischen, vermehrt am Sprachmaterial arbeitenden Poesie ... Eine oftmals gebrochene oder verschränkte, aber noch nachvollziehbare Syntax unterstreicht diesen produktiven Doppelbezug ...

Monika Vasik erweist sich in diesem Band als avancierte Lyrikerin, deren Gedichte weite Landschaftshorizonte öffnen und sich auch in literarästhetischer Hinsicht einer verengenden Kategorisierung entziehen. Ihrer Leserschaft schenkt sie damit einen überaus spannenden, auf allen Ebenen geglückten Gedichtband.

 

 

Helwig Brunner, www.lyrikwelt.de/rezensionen/himmelhalb-r.htm

 

... Einerseits handelt es sich fast durchgängig um Naturlyrik mit vertrauten Bildern ..., andererseits bricht Vasik diese durch eine offene Syntax und ungewöhnliche Wortneuschöpfungen. ... Ergänzt werden Vasiks zarte, zum Wiederlesen verleitende lyrische Gespinste von Johannes Ebners Photographien, ...
Ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen und in dem man stets etwas Neues entdecken kann.
 

 

Christoph Janacs in "Literatur und Kritik", Mai 2016

Pressestimme:

 

Monika Vasiks Gedichtband ... entfaltet vom stürmischen Beginn einer Liebesbeziehung über Gewissheiten, Gewöhnung, Verrat und Verzweiflung das Aufglühen und Sichverwandeln persönlicher Gefühle. Die Autorin ... findet dabei Verse, die schmerzhaft deutlich benennen und bebildern, was erlebt wird. ... Wortneuschöpfungen und poetische Verschmelzungen faszinieren. Vasik ... gewinnt dabei musikalisch anrührende Verse.

(Annemarie Moser, Literaturzeitschrift Podium 167/168, 2013)

 

„zwei.hautnah“ Liebesgedichte, Verlagshaus Hernals, Wien 2012

136 Seiten

ISBN 978-3-902744-46-3

 

nah.auf.stellung. gegen den neonazismus. und die sinne öffnen. mit der poesie von sprache, mit rhythmus, mit wortklang. und den fotografien von wiens jüdischen friedhöfen. ganz nah an den hinterlassenschaften, all den rissen und verwerfungen. einen bogen spannen. von den ursprüngen zum heute. in dem noch immer oder schon wieder oder jetzt erst rechts. und darüber hinaus.

 

 

Pressestimmen:

 

Gedichte gegen das Vergessen:

Eine eigene Kategorie stellt der lyrische Text-Bild-Band von Monika Vasik ... dar. Zu engagierten Gedichten gegen jegliche Form von Wiederbetätigung sind atmosphärisch dichte Fotos Herbert Grafs von mehreren jüdischen Friedhöfen in Wien gestellt. Diese Kombination ergibt eine brisante Spannung, die sich in der Sprache ... wiederfindet. (Harald Klauhs, Die Presse-Spektrum 3.12.2011)

 

Neue Lyrik aus Österreich. Hat sie was? Kann sie was? Und wie! ... Die Preisträgerin des Lise-Meitner-Preises, Monika Vasik, suchte sich für ihren Band einen Fotografen als bildnerischen Kompagnon. Der lichtete in dezentem Schwarzweiß jüdische Friedhöfe in Wien ab. Vasik schreibt mit Emphase, Titel wie "Schon wieder" oder "Treibjagd" oder "Gut menschen" zeugen von Engagement ... (Nils Jensen, Buchkultur Österreich Spezial 2011)


... Vasik ist eine Meisterin der doppeldeutigen Zeilensprünge und sie bringt damit viel Spannung, viel Bewegung in ihre Gedichte. Zum anderen bringen ihre Texte treffende Wortneuschöpfungen, die einen oft verblüfft innehalten lassen. ... Es ist genau das schwer Greifbare der Vasikschen Sprache, ihre kalkulierte Schlüpfrigkeit, die jene unheimliche Bedrohung des Neonazismus so eindringlich widerspiegelt.

(Julia Lajta-Novak, Literaturzeitschrift Podium 165/166, 2012)

 

„nah.auf.stellung“ Gedichte, Verlagshaus Hernals, Wien 2011

95 Seiten, mit Fotografien von Herbert Graf

ISBN 978-3-902744-15-9